Alle Läuferinnen sollten Maßnahmen ergreifen, um beim Laufen sicher unterwegs zu sein. Wenn du jedoch eine chronische Erkrankung hast, sind entsprechende Sicherheitsmaßnahmen umso wichtiger.
Ob du Diabetes, Asthma, Epilepsie oder ein anderes gesundheitliches Problem hast, das dein Laufen beeinträchtigen könnte: Nimm dir einen Moment Zeit und lies unsere 10 Tipps, wie du dich als Läuferin mit einer Erkrankung schützen kannst.
Tipps fürs Laufen mit Diabetes, Asthma, Epilepsie, etc.
- Höre auf deinen Körper. Du kennst deinen Körper besser als jeder andere. Sei ehrlich zu dir selbst, wie du dich fühlst und welche Grenzen du dir an diesem Tag setzen solltest. Ist dein Asthma nach einem Virusinfekt noch nicht ganz abgeklungen? Dann ruhe dich ein paar Tage länger aus, bis du dich vollständig erholt hast.
- Erkenne deine Auslöser. Achte darauf, welche Auslöser deine Erkrankung verschlimmern, und vermeide sie, wenn möglich. Sei dir bewusst, welche Auswirkungen sie auf deinen Lauf haben können. Ist Schlafmangel ein Auslöser für deine Epilepsie? Nach einer schlechten Nacht solltest du deinen Lauf ausfallen lassen oder nur einen sehr lockeren Lauf mit einer Begleitperson wählen.
- Informiere dich. Lerne so viel wie möglich über deine Erkrankung und darüber, wie du damit umgehen kannst. Hole dir Unterstützung von Fachleuten. Lies nach, wie dein Laufen beeinflusst werden könnte und wie du sicher bleibst. Hast du Schwierigkeiten, deinen Blutzucker beim Laufen in einem sicheren Bereich zu halten? Sprich mit deiner Diabetesberaterin oder deinem Diabetesberater darüber, wie du das am besten managst.
- Nimm deine Medikamente mit. Sei immer vorbereitet und gehe kein Risiko ein. Finde einen Laufgürtel oder Rucksack, mit dem du deinen Asthma-Inhalator, Notfall-Glukose oder alles andere, was du brauchst, bequem mitnehmen kannst.
- Teile deinen Standort. Wenn du allein läufst, sorge dafür, dass jemand deine geplante Route kennt und weiß, wann du zurück sein willst. Du kannst die Standortfreigabe auf deinem Handy aktivieren und auf deiner Sportuhr sogar Notfallbenachrichtigungen an eine ausgewählte Person einrichten, falls du Hilfe brauchst.
- Informiere deinen Coach. Erkläre deinem Coach, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, wenn es dir unwohl wird, welche Anzeichen auftreten können und was mit möglichen Notfallmedikamenten zu tun ist. Stelle außerdem sicher, dass dein Coach eine Notfallkontakt-Nummer hat.
- Trainiere in einer Gruppe. Mit anderen zu laufen ist eine gute Möglichkeit, sicher zu bleiben. Es kann dir mehr Selbstvertrauen geben und dir helfen, deinen Lauf mehr zu genießen. Informiere deine Freunde über deine Erkrankung. Kenne aber auch deine eigenen Grenzen und fühle dich nicht verpflichtet, bei der Gruppe zu bleiben, wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt. Finde hier einen 261 Fearless Laufclub in deiner Nähe!
- Trage medizinischen Notfallschmuck. Eine Karte bei dir zu tragen oder ein Armband bzw. eine Halskette zu tragen, die auf deine Erkrankung hinweist, kann allen helfen, die dich im Notfall versorgen. Registriere dich bei einer Organisation, die deine Notfallkontakte und Gesundheitsinformationen speichert, um ein zusätzliches Maß an Sicherheit zu schaffen und schnellen Zugriff auf deinen medizinischen Ausweis zu ermöglichen.
- Fülle die Rückseite deiner Startnummer aus. Denke an: „Stift vor Nadeln“. Greife zuerst zum Stift, bevor du deine Startnummer an deinem Shirt befestigst. Wenn deine medizinischen Daten und Kontaktdaten auf der Rückseite deiner Startnummer stehen, haben Ersthelfende, Umstehende oder Sanitäter im Notfall die grundlegenden Informationen, um dir helfen zu können.
- Reflektiere und lerne daraus. Die meisten Menschen mit Erkrankungen haben Beispiele dafür, dass etwas nicht ganz richtig gelaufen ist, dass sie ein zu hohes Risiko eingegangen sind oder sogar in eine Notfallsituation geraten sind. Was auch immer passiert ist: Werde nicht nachlässig. Überlege, was du beim nächsten Mal anders machen könntest, um dich nicht in Gefahr zu bringen.
Trotz deiner chronischen Erkrankung solltest du dich nicht entmutigen lassen & deine Läufe genießen. Laufen hat viele positive Effekte auf den Körper, besonders auf das Herz-Kreislauf-System, die Knochen, die allgemeine Lebenserwartung sowie psychische Gesundheit.
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